Tantra im Westen

Tantra wird im Westen häufig auf Erotik und Sinnlichkeit reduziert, genauso wie Yoga auf Körperübungen. Wer sowohl den tantrischen und/ oder den yogischen Weg in seiner ursprünglichen Form kennengelernt hat, weiß, dass Tantra und Yoga in sich vollkommene Erkenntnis-Systeme sind. Es gibt klare Fahrpläne und Landkarten, die dir den Weg weisen. Doch unser fehlgeleiteter Verstand interpretiert und verzerrt allzu gerne zu seinen Gunsten.

Guru und WegbegleiterInnen

Dies ist eine der großen Gefahren auf diesen Wegen, ganz besonders auf dem tantrischen. Tantra bezieht alles mit ein, egal auf welcher Ebene sich eine Erfahrung abspielt. Tantra nutzt das Wachstums-Potential aller Ebenen und genau deshalb braucht es immer wohlwollende WegbegleiterInnen, die auf ungünstige Entwicklungen aufmerksam machen, eine Art „Tantrische Familie“.

Starke Resonanz

Idealerweise findet dich ein wahrer Meister – „dein GURU“ mit dem du in starker Resonanz bist. Dies ist der größte Segen, der dir im Leben passieren kann. Ein wahrer Meister wird dir ein Licht in der persönlichen Dunkelheit sein und deine Bewusstsein und Potential voll erwecken. Doch solange kein Meister da ist, nutze die „Tantrische Familie“ um dich von deinen unbewussten Prägungen, Mustern, Programmierungen zu befreien. Lass` die alten Persönlichkeits-Strukturen los. Sie dienen dir nicht wirklich.

Die wahre innere Stimme

Die wahre innere Stimme – der Satguru – ist immer Stille. Solange du deinem Stille-Sein nicht vertraust, wird ein Guru gebraucht. Doch solange du dich von Unbewusstheit und Misstrauen führen lässt, stärke zumindest die Bewusstheit, Offenheit, Vertrauen in die Stille, Beständigkeit und Geduld. Diese Qualitäten sind so gut wie immer notwendige Eigenschaften des wahrhaft Suchenden. Sie bereiten schließlich auch den Boden, damit der Same des Guru auf fruchtbaren Boden fallen kann, wenn du bereit BIST.